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Dichter und Denker

Einsichten/Aussichten
Gedankenprosa und Lyrik
Wir leben in bewegten Zeiten. Der Weg zurück, in ruhigere Fahrwasser, ist verstellt, der Weg in die Zukunft ungewiss. Es droht ein massiver Orientierungsverlust, außer wir richten den inneren Blick nach vorn, ebenso wahrhaftig wie spekulativ. Denn es ist der mutige Blick nach innen, der das Außen durchdringt... Einsichten/Aussichten und Lyrik wollen dabei gute Dienste leisten.
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Gänzlich
Uns überwältigt des Bösen schiere Gewalt, Den Glauben an den rettenden Spalt Ließen wir gänzlich uns nehmen. So leben wir bar keimender Träume inzwischen, Unendlich fern von jeglichen frischen Gefühlen und Theoremen. Die Welt ist fugenlos dunkel vermauert, Eine Höhle, in der man angsterfüllt kauert, Das Ende beinah ersehnend. Das nicht kommt, das Böse will gänzlich durchlitten sein. Mag dennoch sein, uns erwarten einst Sonnenschein Und Friede, uns wie Gaukelspiel wähnen

ahgusovius
13. Jan.1 Min. Lesezeit
Persia, not Iran
Urquell der Weisheit, des Schönen, Bist nicht du, Hellas. Selber am Blütenkelch nipptest du, Ehe es hell in dir ward, Da selbst der funkelnde Wein, Und sogar Bier, das schäumende, Herstammen aus Persien, Wie so viel mehr: Den Schöpfergott, wohnend in Wahrheit, Schaute schon Zarathustra, Noch bevor In Jerusalem Jahve erschien, Während in Hafis die Liebe aufklang Da sie im Abendland Minne erst war. Die neidvoll Tyrannen ihr schimpftet, Danaer, Waren‘s mitnichten. Wohlwoll

ahgusovius
3. Jan.1 Min. Lesezeit
Saubermänner
Sie haben es geschafft, sind bestens situiert, Sie wohnen anspruchsvoll, sind vorzeigbar liiert, Familie, Hund und Job sind vollauf arriviert, In ihrem Umfeld hat fast jeder promoviert. Doch ist nicht alles immer ganz perfekt, Nicht alles bei Herrn Saubermann ist wie geleckt, Er hält das jedoch maximal versteckt, Damit von außen möglichst niemand es entdeckt. Denn ein gewisser blinder Fleck, Wie jedes noch so gut getarnte Leck, Steht für im Innern angelegten Seelendreck,

ahgusovius
27. Dez. 20252 Min. Lesezeit
SINN
Es waltet hoher Sinn in allem, das geschieht. Wegweisend ist‘s, daß man ihn klaren Auges sieht, Besonders wertvoll ist's an Tagen des Verzagens: Sinn schützt vor Lagen völligen Versagens Bis hin zum Tod, den man zutiefst verzagt erleidet, Wenn man das Halteseil des Sinns durchschneidet Und sich der Gegenwart der Negation final ergibt, Verkennend, daß man doch bejahend liebt. Denn Liebe ist der tiefste Sinn von allen, Geliebt und liebend wird man niemals fallen, Liebe ist

ahgusovius
23. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Mutlos
Wer einsam ist, der wird‘s für immer sein. Den Menschen fern, sich selbst zusehends fremd Verwischt sich jede Existenz, wird klein, Wenn man sich mutig nicht dagegen stemmt. Allein und nicht man selbst zu sein, macht irreal, Es fehlt der Abrieb am Konkreten, Der beste Wein schmeckt einsam nur noch schal, Der stumme Monolog ähnelt Gebeten, Die anonym und kalt gen Himmel steigen Ziellos versandt, wie Morsen ohne Strom, Blindlings dahergesagt, ein matter Reigen Von taubem Ka

ahgusovius
16. Dez. 20251 Min. Lesezeit
Zerstörung
Von Zeit zu Zeit braucht’s Neuerung, Zerstörung auch Des Hergebrachten, wenn es kommt zu starrem Brauch, Der keine fruchtbare Dynamik mehr entfaltet, Sich selbst nur, aber keine Zukunft mehr gestaltet. Ihr ewig Gestrigen jedoch zerstört, was heute Wert noch hat, Mit sozialistischem Geschwätz, erbarmungslos und platt. Nicht also für die Zukunft wird Veränderung verkündigt, Sondern im Rückgriff auf Vergangenheit blindlings gesündigt. Das ist Zerstörung aus dem Lehrbuch alte

ahgusovius
9. Dez. 20252 Min. Lesezeit
Tempelritter
Ich bin so, wie ich bin, man liebt mich oder nicht Und folgt mir in des Geistes Urwald, wo die freie Meinung noch Bedeutung hat, frank neben Busch und Baum Gen Himmel rankend, allein der Erde, dem Gewissen Und der Wahrheit sich verpflichtend. Und liebt man mich, So liebt man auch die wilde Horde derer, die so wenig Unwahr leben können und dem freien Wort Gefolgschaft schwören, dem auch ich mich untertänig weiß. Ein Räuberhauptmann ward aus mir, Freibeuter auch des Denkens,

ahgusovius
2. Dez. 20252 Min. Lesezeit
Verlassen?
Die ganze Welt hat mich mit dir verlassen, Ich bin allein wie seit Jahrzehnten nicht Und kann die düstre Wiederkehr nicht fassen. Am Ende dieses schwarzen Tunnels ist kein Licht. Wo ich mich auch hinwende, grinst Verlassenheit Mich an. Ich atme schwer, die Augen tränen, Und tief erschüttert sehnt‘s mich nach der frohen Zeit Mit Menschen, die sich meine Nächsten wähnen. Die ich nicht finde. Abgetaucht auch sie im Karussell des Nichts, Derweil ich um den absoluten Nullpunkt

ahgusovius
24. Nov. 20252 Min. Lesezeit
Kreuzigung
Ja, auch mein Reich ist nicht von dieser Welt. Errichtet ist ein eigen Himmelszelt Für mich allein, in dem ich einsam dichte Und still mein frohes Werk verrichte. Noch bin ich fern der Kreuzigung, doch nah Der Wahrheit, weltumformend, die ich glänzen sah, Bröckelnde Mauern bald zum Einsturz bringend, Den abgelebten Geist zum Abgang zwingend. Mein Rat an Gott und Jesus ist glasklar: Gebt auf, was ihr gelehrt habt, immerdar Und hört mir zu in meinem Himmelszelt, Das ihr aus

ahgusovius
18. Nov. 20251 Min. Lesezeit
Wiederkehr
Als Herbst es wieder wurde, war das erste Jahr herum, Die Liebste blieb entschwunden und lag starr und stumm Unter der Erden tief begraben. Ich derweil Nahm an dem lauten Leben probeweise wieder teil. Ich habe närrisch es versucht, bin eingetaucht Ins grelle Leben. Doch schnell aufgebraucht War mein Begehr, die Liebste zu ersetzen. Es ist nicht schön, durch Scheinerlebnisse zu hetzen. Die Liebste ist so fern, doch weiter nah bei mir, Darum vergleich ich alle stets mit ihr

ahgusovius
11. Nov. 20251 Min. Lesezeit
Virtuell
Virtuell Heiße Fotos, blitzesschnell, Liebeseide, informell, Sind im Netz leicht zu versenden, Heiratsschwüre auch, die blenden: Das ist alles heiße Luft, Die im Nirgendwo verpufft. Nichts davon ist ernst zu nehmen. Doch im Kontext tiefen Sehnens Zehrt es ernste Seelen leer, Weckt es tieferes Begehr, Als das Netz vermag zu halten Seitens finsterer Gestalten. Alles Digitale ist substanzlos, Virtuell – nicht virtuos! Und doch findet selbst im Leeren, Im verdorbensten Bege

ahgusovius
4. Nov. 20251 Min. Lesezeit
Geld
Stärker als das Band der Liebe Stärker als die stärksten Triebe Ist allein der Drang nach Geld, Das den freien Blick verstellt, Perspektiven stark verkürzt, Lebenslügen überwürzt. Fade schmeckt solch Lügeneintopf Aus dem gierverzierten Steintopf Doch den Gelddrang fichts nicht an. Soll und Haben bricht sich Bahn Quer durch alle Lebenslagen Geld geht scheinbar durch den Magen. Wo es, weil man es nicht essen kann, Zu Verdruß führt irgendwann, Zu den ärgsten Leibbeschwerden.

ahgusovius
27. Okt. 20251 Min. Lesezeit
Schall und Rauch
So wie ich einst hieß, heiße ich nicht mehr. Verklungen ist mein Name, ausgehaucht sein Sinn, Er tönte schon seit Jahren nurmehr leer, Ich lebte wurzellos und kraftlos vor mich hin. Gefasst in einen wurmzerfressnen Rahmen Ging ich verloren in längst wesenlosen Weiten Und lieh nur abgezehrten Eitelkeiten meinen Samen. Mein Name stand für Glorie alter Zeiten. Die neue Zeit blieb so zu lange unbesamt, Von neuer Glorie war ich meilenweit entfernt. Von meinem abgebrauchtem Nam

ahgusovius
21. Okt. 20251 Min. Lesezeit
Frauen
Kostbarer ist nichts, als wenn dich Frauen lieben, Selbst Gold, selbst Edelstein hat nicht den gleichen Wert. Darum verlangt es sie so sehr nach beidem, funkelnd, schimmernd, Zum Zeichen grenzenloser Anerkennung, höchster Achtung Vor dem Geschenk der Liebe, dir gewidmet. Sie werden liebend alles für dich tun, dir alles geben, Nichts hat für sie denselben Wert wie du. Ein liebend Wort Von dir genügt, sie zu entzünden, ein tiefer Blick, Sich leidenschaftlich hinzugeben, schra

ahgusovius
14. Okt. 20252 Min. Lesezeit
Sternzeichen Zwilling
Sternzeichen Zwilling Allein hineingeboren in die Welt, Die mich in doppelter Gestalt erhält, Ist all mein Sein vollends in mir...

ahgusovius
7. Okt. 20252 Min. Lesezeit
Streit
Die schönste Liebe kann im Streit zerbrechen, Wenn sich die Liebenden im Streit verlieren, Wenn sie sich teuflisch aneinander rächen Und...

ahgusovius
30. Sept. 20252 Min. Lesezeit
Trugschluß
Aus den Tiefen des weltweiten Netzes Schriebst du an mich. Ich nahm‘s als Ausdruck leeren Geschwätzes – Und erkannte dich! Doch wußt ich noch nicht, wer du wahrhaft bist, Du Diamant aus erzdunklen Tiefen. Nun erkenn ich erst, wer da bei mir ist, Ein Engel, den die Götter mir riefen. Deine Seele ist herrlich, sie glänzt wie Gold, Und alles an dir ist schön. Das Schicksal indes ist mir nicht hold, Es läßt mich nur Trugschlüsse sehen. © 2025 alexander hans gusovius Wer

ahgusovius
18. Sept. 20251 Min. Lesezeit
Lied einer liebenden Seele
Ich bin dir nah. Doch kann ich dich nicht lieben. Zu oft war Opfer ich von mitleidslosen Dieben, Die meine Liebe, meine Seele plünderten...

ahgusovius
9. Sept. 20251 Min. Lesezeit
Woker Wahn
Der woke Wahnsinn tanzt und kopuliert, Gebiert nichts als demente Kinder, Derweil das Heer der bürgertreuen Rinder Den Wahn des Wokeseins...

ahgusovius
2. Sept. 20251 Min. Lesezeit
Tanz der Elfen
Ich tanzte mit den Elfen einst in halber Nacht den Reigen, Der edlen Sonnengöttin meine Ehre zu bezeugen, Als Faun verkleidet, da sie...

ahgusovius
25. Aug. 20253 Min. Lesezeit
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